Stroh- und Tannenmänner

Der historische Strohmann mit Tannenmann

Der „Strohmann“ verkörpert eine Figur, die der alten Donzdorfer Bauernfasnacht entstammt und bis heute noch aktuell ist. Bis Ende der 50-er Jahre des letzten Jahrhunderts war er immer am Rosenmontag, dem Fasnetstag der Bauern zu sehen. Seit 1958 tritt er ebenso wie der 1959 wieder ins Leben gerufene „Tannenmann“ ausschließlich beim Großen Donzdorfer Umzug am Fasnetssonntag in Erscheinung.

 Hier einige Impressionen aus den Umzügen der letzten Jahre:

 

Die Vermummung der „Strohmännern“ erfolgt mit langhalmigem Roggenstroh nach einer besonderen Einbindetechnik, auf die sich bis in die Nachkriegszeit nur wenige eingeweihte Donzdorfer verstanden. Diese Bindetechnik wurde dann der Jugend des Schwäbischen Albvereins und der Skizunft anvertraut, weshalb der Strohmann auch heute noch von Mitgliedern der Skizunft verkörpert wird. Der Tannenmann wurde ursprünglich in einer ähnlichen Einbindetechnik vermummt, heute jedoch werden die Tannenzweige in den Tagen vor dem Umzug mit festem Zwirn auf Leinengewänder genäht, um das aufwendige Einbinden unmittelbar vor dem Umzug zu ersparen und dennoch die ursprüngliche Wirkung zu erzielen.

Wie die Stroh- und Tannenmänner hergestellt werden, zeigt diese Gallerie:

 

Ansprechpartner: Reiner Sachs